Die Sonne kann am Langenmorgen weiter aufgehen!

Luftaufnahme Georgenborn

Bauentwicklungsvorhaben am Langenmorgen gestoppt.

Ohne Abstimmung mit den anderen Fraktionen und den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern Georgenborns haben Teile der CDU und der Bürgermeister Schlangenbads ein Vorhaben aus dem Hut gezaubert, dass eine großflächige Baulandentwicklung am Langenmorgen vorsah und damit einen politischen Scherbenhaufen in Georgenborn angerichtet.

„Wir haben diese Art des Vorgehens zu tiefst verurteilt“, teilt Simone Apitz, Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/Die GRÜNEN mit. Deshalb habe man auch sofort in den Ausschüssen interveniert und schließlich gemeinsam mit der SPD in der Gemeindevertretung einen Vertagungsantrag gestellt. Herr Janko, Georgenborns Ortsvorsteher, hatte zuvor darum gebeten, eine Entscheidung erst nach einer Bürgerinformation zu fällen. Die Gemeindevertretung ist dem Vertagungsantrag von Grünen und SPD gefolgt. – So viel zur Vorgeschichte.

Wir begrüßen den Rückzieher.

Im Rahmen der Bürgerinformation am 11. September 2025 sorgte Bürgermeister Eyring für eine Überraschung: Er gab bekannt, dass sich die CDU aus dem Vorhaben „Am Langenmorgen“ zurückzieht und er dem Gemeindevorstand vorschlagen werde, den Antrag zur Bauleitplanung zurückzunehmen.

Wir GRÜNEN standen dem Projekt mehr als skeptisch gegenüber, deshalb begrüßen wir diese Entscheidung“ gibt Klaus Stolpp, Sprecher des Ortsverbands der Grünen, bekannt. „Wir favorisieren, wenn es um Wohnraumschaffung geht, zunächst eine Bedarfsanalyse durchzuführen und eine maßvolle innerörtliche Verdichtung“, so Joachim Friedrich, Vorsitzender des Bauausschusses. Dazu gibt es in unserem Ort viele Möglichkeiten. Wir haben viele unbebaute baureife Grundstücke, deren Bebauung durch eine Grundsteuer-C angeschoben werden könnte.

Wir haben das Waldfriedengelände, wo es seit 20 Jahren nicht voran geht. Wir haben große ehemalige Wochenendgebiete mit übergroßen Grundstücken, wo eine Verdichtung durch uralte, längst überholte B-Pläne verhindert wird. Angeblich scheitert die Überarbeitung dieser alten B-Pläne an der Unterbesetzung in der Bauverwaltung – aber für ein Großprojekt wie Langenmorgen sollten dann Kapazitäten freigeschaufelt werden.

Dann wurde die Hoffnung geschürt, mit diesem Projekt Einnahmen zu generieren, um die „eingeschränkte“ finanzielle Lage der Gemeinde zu verbessern. Ob aber in 20 Jahren, nach der Schlussrechnung des Projektes unter dem Strich ein paar Einnahmen geflossen wäre oder ein finanzielles Desaster auf uns gewartet hätte, ist höchst fraglich.

Wie kann es weitergehen?

Es ist höchste Zeit, dass wieder Vernunft und ein kooperativer Politikstil in unsere Gemeinde einkehrt. Andernfalls bekommen wir die finanziellen und gesellschaftlichen Probleme in Schlangenbad nicht gelöst“, ergänzt Simone Apitz.

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